Ich sitze in Kirchberg an der Raab, gut eine halbe Stunde östlich von Graz, und arbeite ausschließlich ortsunabhängig. Kein Termin vor Ort, keine Anfahrt — dafür Kunden von der Steiermark bis quer durch Europa.
Wenn Sie jemanden suchen, der zur Besprechung ins Büro kommt, sind Sie bei mir falsch. Lesen Sie trotzdem weiter: Der eigentlich schwierige Teil an „Website erstellen lassen“ ist nicht, jemanden zu finden, sondern Angebote vergleichbar zu machen. Genau dabei hilft dieser Text.
Warum ortsunabhängig bei Websites kein Nachteil ist
Ein Website-Projekt findet am Bildschirm statt. Entwürfe werden angesehen, kommentiert, geändert — das geht per Link schneller als in einem Termin, weil Sie sich die Arbeit ansehen können, wenn Sie Zeit haben, und nicht dann, wenn beide gleichzeitig können.
Was tatsächlich zählt, ist Erreichbarkeit. Ein Anbieter zwei Straßen weiter, der drei Tage nicht antwortet, nützt Ihnen weniger als einer, der am selben Tag zurückschreibt. Bei mir sind das in der Regel 24 Stunden.
Und es hat einen praktischen Vorteil: Weil ich nicht durch die Gegend fahre, sind die Stunden, die Sie bezahlen, tatsächlich Arbeitszeit am Projekt.
Was eine Website kostet — und warum die Spanne so groß ist
Zwischen dem günstigsten und dem teuersten seriösen Angebot für dasselbe Projekt liegt oft der Faktor fünf. Das liegt selten an der Gier, sondern daran, dass „Website“ alles zwischen einer Visitenkarte und einem Portal mit Buchungsanbindung bedeutet.
Was den Preis treibt:
- Umfang. Fünf Seiten oder fünfzig. Der Aufwand steigt nicht linear, aber deutlich.
- Individualität. Ein angepasstes Standard-Theme, ein eigens gestalteter Auftritt oder eine echte Entwicklung sind drei Größenordnungen.
- Inhalte. Der am meisten unterschätzte Posten. Wenn Texte und Bilder geliefert werden, fällt ein erheblicher Teil des Aufwands weg. Wenn nicht, muss ihn jemand erbringen.
- Funktionen. Formulare sind Standard. Shop, Terminbuchung, Mehrsprachigkeit oder die Anbindung an ein Buchungs- oder Warenwirtschaftssystem sind eigene Projekte.
- Danach. Wartung, Updates, Sicherung, Hosting. Ein Angebot ohne diesen Punkt ist nicht günstiger, sondern unvollständig.
Wer eine Zahl nennt, bevor er den Umfang kennt, rät — nach oben wie nach unten.
Der Ablauf, Schritt für Schritt
- Gespräch. Was soll die Website erreichen, wer sind die Besucher, was läuft heute schief? Ohne diese Antworten ist alles Weitere Dekoration. Per Video oder Telefon, je nachdem was Ihnen lieber ist.
- Struktur. Welche Seiten gibt es, was steht darauf, wie kommt man dorthin. Wird festgelegt, bevor gestaltet wird.
- Entwurf. Erst Startseite und eine Unterseite, nicht alles auf einmal. Stimmt die Richtung, folgt der Rest schnell.
- Inhalte. Texte und Bilder. Hier bleiben die meisten Projekte hängen — deshalb wird vorher geklärt, wer das übernimmt.
- Umsetzung. Der technische Aufbau. Bei klarem Entwurf der berechenbarste Teil.
- Prüfen. Auf echten Geräten, mit der Tastatur, mit Messung der Ladezeit.
- Livegang und Weiterleitungen. Bei einem Relaunch der kritische Moment: Jede alte Adresse braucht ein Ziel, sonst verlieren Sie Platzierungen, die über Jahre entstanden sind.
Realistisch sind vier bis zehn Wochen. Was länger dauert, hängt fast immer an Punkt 4.
Woran Sie einen guten Dienstleister erkennen
- Er fragt mehr, als er erzählt. Wer im ersten Gespräch schon weiß, was Sie brauchen, hat nicht zugehört.
- Er sagt auch ab. „Das würde ich an Ihrer Stelle nicht machen“ ist ein gutes Zeichen.
- Sie bekommen Zugang zu allem. Domain, Hosting, WordPress-Verwaltung, Analysekonten — auf Ihren Namen, nicht auf seinen.
- Die Website gehört Ihnen. Kein geschlossenes System, aus dem Sie nicht herauskommen. Bei WordPress ist das gegeben, bei manchen Agenturbaukästen nicht.
- Er zeigt Arbeiten, die zu Ihrem Fall passen — nicht nur die drei schönsten. Meine stehen unter Referenzen.
- Das Angebot ist lesbar. Sie verstehen, wofür Sie bezahlen, ohne nachfragen zu müssen.
Was Sie vorher für sich klären sollten
Diese vier Antworten verkürzen jedes Erstgespräch und machen Angebote vergleichbar:
- Was soll passieren, wenn jemand die Seite verlässt? Anruf, Anfrage, Bestellung, Terminbuchung. Eines davon.
- Wer pflegt die Seite später? Sie selbst, jemand im Team, oder niemand.
- Welche Inhalte haben Sie schon? Texte, Fotos, Logo in Vektorform.
- Was stört Sie an der jetzigen Seite konkret? „Sieht alt aus“ hilft niemandem. „Auf dem Handy findet man die Telefonnummer nicht“ schon.
Agentur, Freelancer oder Baukasten?
- Baukasten. Günstig, schnell, für eine einfache Visitenkarte in Ordnung. Nachteil: Sie sind an den Anbieter gebunden und stoßen bei SEO und Ladezeit früh an Grenzen.
- Freelancer. Direkter Kontakt, wer berät, baut auch. Nachteil: begrenzte Kapazität und keine Vertretung bei Ausfall.
- Agentur. Mehr Kapazität, Vertretung, breiteres Angebot. Nachteil: Sie sprechen selten mit dem, der arbeitet, und kleinere Projekte laufen mit geringerer Priorität.
Für die meisten kleinen und mittleren Betriebe passt der mittlere Weg. Entscheidend ist weniger die Betriebsform als die Frage, ob Sie verstehen, mit wem Sie es zu tun haben.
Graz, Steiermark — und der Rest
Ein guter Teil meiner Kunden sitzt in der Steiermark, der andere über Europa verteilt. Reiseveranstalter, Reisebüros und Dienstleister, bei denen die Website Anfragen bringen soll statt nur zu existieren.
Für Betriebe mit Einzugsgebiet gehört zu einer Website noch etwas anderes dazu: die lokale Auffindbarkeit. Google-Unternehmensprofil, Bewertungen, einheitliche Angaben. Das ist ein eigenes Thema und steht unter Local SEO — und es wirkt für einen Grazer Betrieb oft schneller als alles, was an der Website selbst passiert.
Häufige Fragen
Müssen wir uns nicht wenigstens einmal sehen?
Müssen nicht. Ein Videogespräch zu Beginn, danach Entwürfe per Link und kurze Abstimmungen schriftlich. Das hat sich über Jahre bewährt, quer über mehrere Länder.
Wie lange dauert eine neue Website?
Vier bis zehn Wochen bei überschaubarem Umfang und zügigen Rückmeldungen. Der Engpass sind fast immer die Inhalte, nicht die Umsetzung.
Warum WordPress?
Weil Sie damit nicht an einen Dienstleister gebunden sind und die Seite selbst pflegen können. Für welche Projekte es passt und für welche nicht, steht unter WordPress-Webdesign. Für Reisebüros arbeite ich daneben mit Travcom24, wenn eine Buchungsmaschine angebunden werden soll.
Ist SEO im Preis enthalten?
Die Grundlagen gehören dazu: saubere Struktur, Ladezeit, Überschriften, Meta-Angaben, Weiterleitungen beim Umzug. Laufende Optimierung und Inhaltsarbeit sind eine eigene Leistung — bei mir das SEO-Add-on.
Kann eine bestehende Website übernommen werden?
In der Regel ja. Der erste Schritt ist ein Blick auf Theme, Plugins und Struktur. Manchmal ist ein Neuaufbau günstiger als das Aufräumen — das lässt sich aber erst nach der Durchsicht sagen.
Reicht mir eine einzelne Seite?
Für ein klar umrissenes Angebot oder eine Kampagne oft ja. Worauf es dabei ankommt, steht unter Landingpage mit WordPress.
Fazit
Die Entscheidung fällt nicht beim Preis, sondern bei der Frage, ob jemand versteht, was Ihre Website leisten soll. Klären Sie die vier Punkte oben für sich, und Sie merken im ersten Gespräch, mit wem Sie es zu tun haben.
Wenn Sie ein Projekt besprechen möchten — in Graz, in der Steiermark oder irgendwo sonst: So arbeite ich und hier erreichen Sie mich. Antwort in der Regel innerhalb eines Werktags.

Gunther Schoepf