OnPage-SEO-Tools: die 7, auf die es ankommt

15.09.2026

6 Min. Lesezeit

Zuletzt bearbeitet: 15.10.2026

Die 7 besten Tools für Onpage-SEO

Kein Werkzeug macht SEO. Werkzeuge zeigen Ihnen, was kaputt ist und wo Nachfrage besteht — die Arbeit danach bleibt Handarbeit. Wer das anders verkauft, verkauft Abonnements.

Deshalb steht hier keine Liste mit zwanzig Einträgen, sondern sieben, mit einer klaren Rangfolge: Die ersten beiden braucht jede Website. Ab Nummer fünf wird es zur Frage des Budgets.

Was OnPage-SEO umfasst

OnPage-SEO ist alles, was auf Ihrer eigenen Website passiert: Inhalte, Überschriftenstruktur, Meta-Angaben, interne Verlinkung, Ladezeit, Bilder, technische Sauberkeit. Der Gegenpart ist OffPage — im Wesentlichen Verlinkungen von außen, über die Sie wenig Kontrolle haben.

Der Vorteil: OnPage liegt vollständig in Ihrer Hand. Und es ist der Teil, bei dem der Aufwand am zuverlässigsten etwas bewirkt.

Die sieben Werkzeuge

1. Google Search Console

Wenn Sie nur eines einrichten, dann dieses. Die Search Console zeigt, mit welchen Suchanfragen Ihre Seiten tatsächlich gefunden werden, auf welcher Position, und wie oft geklickt wird. Das sind Ihre echten Daten, keine Schätzung.

Dazu kommen Indexierungsprobleme, die Core Web Vitals aus Felddaten echter Besucher und die Prüfung strukturierter Daten. Kostenlos, Einrichtung in fünfzehn Minuten.

Der Bericht, den ich am häufigsten öffne: Suchanfragen mit vielen Impressionen und schlechter Klickrate. Dort steht, welche Seite eine bessere Überschrift oder Meta-Beschreibung braucht — der schnellste Hebel, den es gibt.

2. Rank Math oder Yoast SEO

Das Plugin, das die Umsetzung in WordPress überhaupt möglich macht: eigener Meta-Titel, eigene Beschreibung, Indexierungsregeln für Archive, XML-Sitemap, strukturierte Daten, Weiterleitungen.

Ich arbeite mit Rank Math. Die kostenlose Version kann mehr als die von Yoast, vor allem bei den Schema-Typen und den Weiterleitungen. Yoast ist dafür etwas aufgeräumter und für Einsteiger schwerer falsch zu bedienen. All in One SEO ist der dritte im Bunde und in Ordnung — ein Wechsel lohnt sich aber nur selten.

Wichtig, egal welches: Die Ampel im Plugin ist kein Ranking. Sie prüft Formalien. Eine Seite mit grüner Ampel kann trotzdem an der Suchintention vorbeigeschrieben sein.

3. Ein Crawler

Ein Crawler geht Ihre Website durch wie eine Suchmaschine und listet auf, was er findet: fehlende Meta-Beschreibungen, doppelte Titel, kaputte Links, Weiterleitungsketten, Seiten ohne interne Verlinkung, Bilder ohne Alternativtext.

Screaming Frog ist hier der Standard und bis 500 Adressen kostenlos — für eine typische Firmenwebsite reicht das. Bei einem Relaunch ist ein Crawl vorher und nachher das Beste, was Sie sich antun können: Er findet die Weiterleitungen, die niemand auf dem Zettel hatte.

4. PageSpeed Insights und Lighthouse

PageSpeed Insights zeigt zwei Dinge gleichzeitig: Labordaten aus einem simulierten Aufruf und Felddaten echter Besucher. Nur die Felddaten zählen für das Ranking — die Laborwerte sind zum Nachbessern da.

Lighthouse steckt direkt in den Chrome-Entwicklerwerkzeugen und prüft nebenbei die Barrierefreiheit. Das ist inzwischen mehr als Kür, seit der European Accessibility Act gilt — mehr dazu in den Webdesign-Trends 2027.

5. Semrush oder Ahrefs

Beide liefern dasselbe Grundgerüst: Suchvolumen, Wettbewerb, Keyword-Ideen, Sichtbarkeitsverlauf und den Blick auf Mitbewerber. Beide kosten im dreistelligen Bereich pro Monat.

Meine Einschätzung: Für eine einzelne Firmenwebsite ist das Geld meist besser in Inhalten angelegt. Sobald Sie regelmäßig planen, mehrere Projekte betreuen oder Wettbewerber im Blick behalten müssen, spart eines der beiden mehr Zeit, als es kostet.

6. Bing Webmaster Tools

Das am meisten unterschätzte kostenlose Werkzeug. Es zeigt Suchanfragen und Indexierungsstatus wie die Search Console — und bringt dazu eine brauchbare Keyword-Recherche, für die Sie anderswo zahlen.

Der zweite Grund ist neuer: Der Bing-Index speist mehrere KI-Assistenten mit Webinhalten. Wer dort nicht sauber indexiert ist, taucht in diesen Antworten schlechter auf. Fünf Minuten Einrichtung.

7. Ein Werkzeug für Bilder

Bilder sind bei den meisten langsamen Websites der Hauptgrund — noch vor Plugins und Hosting. Ein Foto in Originalgröße aus der Kamera, unkomprimiert hochgeladen, wiegt mehr als die gesamte restliche Seite.

Dafür habe ich PicPrepper gebaut: Bilder in einem Durchgang auf die richtige Größe und in moderne Formate bringen, statt jedes einzeln durch ein Plugin zu schicken. Ein Komprimierungs-Plugin in WordPress tut es auch — nur eben erst, nachdem die schweren Dateien schon auf dem Server liegen.

Was ich nicht mehr empfehle

  • Google Analytics als SEO-Werkzeug. Es zeigt, was Besucher auf der Seite tun — nicht, wie sie dorthin gekommen sind. Für Suchanfragen ist die Search Console zuständig.
  • GTmetrix als Hauptmaß. Es misst von einem Server aus, nicht von Ihren Besuchern. Für Ranking-Fragen sind die Felddaten maßgeblich.
  • Keyword-Dichte-Prüfer. Eine Kennzahl aus einer Zeit, in der Suchmaschinen gezählt statt verstanden haben.
  • Alles, was „Rankings garantiert“. Das kann niemand, und wer es verspricht, arbeitet mit Methoden, die Ihnen später schaden.

Wenn Sie nur mit einem anfangen

Search Console einrichten, vier Wochen laufen lassen, dann den Bericht „Suchanfragen“ öffnen und die drei Seiten heraussuchen, die viele Impressionen und wenige Klicks haben. Titel und Meta-Beschreibung dieser drei Seiten neu schreiben.

Das ist ein Nachmittag Arbeit und wirkt bei den meisten Websites stärker als jedes Abonnement. Wie ich danach weitermache, steht in meinem Beitrag zur Onsite-Optimierung und in der Übersicht zur Suchmaschinenoptimierung.

Häufige Fragen

Reichen kostenlose Werkzeuge?

Für eine einzelne Firmenwebsite: ja. Search Console, Bing Webmaster Tools, PageSpeed Insights, Lighthouse, Screaming Frog bis 500 Adressen und ein SEO-Plugin decken den Großteil ab. Bezahlte Werkzeuge kaufen Zeit und Wettbewerbsdaten, keine besseren Rankings.

Soll ich von Yoast zu Rank Math wechseln?

Nur wenn Ihnen etwas Konkretes fehlt. Beide Plugins bringen Importfunktionen mit, trotzdem gehen bei jedem Wechsel erfahrungsgemäß einzelne Einstellungen verloren. Ein Wechsel um des Wechsels willen kostet mehr, als er bringt.

Muss die Ampel im SEO-Plugin auf Grün stehen?

Nein. Sie prüft Formalien wie Wortzahl und Keyword-Platzierung. Wer nur für die Ampel schreibt, bekommt Texte, die für Menschen unlesbar sind — und genau das bewertet Google inzwischen negativ. Was ein Keyword überhaupt ist und wie es sich von einem Schlagwort unterscheidet, steht hier.

Brauche ich jetzt Werkzeuge für KI-Sichtbarkeit?

Es gibt inzwischen Dienste, die messen, ob Ihre Marke in KI-Antworten auftaucht. Für große Marken ist das interessant. Für eine regionale Firmenwebsite liefert dieselbe Erkenntnis kostenlos, wer die eigenen Fragen einfach selbst in einen Assistenten eintippt.

Fazit

Zwei Werkzeuge sind Pflicht — Search Console und ein SEO-Plugin. Zwei weitere sind kostenlos und lohnen sich sofort: Bing Webmaster Tools und PageSpeed Insights. Der Rest ist eine Frage davon, wie viel Sie regelmäßig tun.

Wenn Sie lieber jemanden hätten, der das einrichtet und auswertet: So sieht mein SEO-Add-on aus — oder schreiben Sie mir kurz.

Inhalt

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Gunther SchoepfGunther SchoepfWebdesign, SEO & eigene Tools

Ich baue Websites, die klar führen — mit Schwerpunkt auf Reiseveranstaltern und Reisebüros, aber genauso für andere Branchen.

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